FAQ

1) Was bietet En Famille an?

En Famille organisiert sechsmonatige Austausche zwischen Spanien, Deutschland, Großbritannien, Irland, Kanada, den USA und Mexiko. Die beiden Austauschkinder verbringen ein gesamtes Jahr miteinander, sechs Monate im Land des jeweiligen Kindes. Das Besondere an unseren Austauschen ist ein völliges Eintauchen in die neue Sprache, womit eine unglaubliches Ergebnis in der gesprochenen Sprache erzielt wird.
Wichtig ist jedoch, dass En Famille sehr viel mehr als nur das Beherrschen einer neuen Sprache anbietet: eine zweite, liebende Familie. Am Ende des Austauschjahres sind die Kinder und Familien durch eine besondere Beziehung miteinander verbunden.

2) Seit wann organisiert En Famille International Austausche ?

EFI, eine französische gemeinnützige Organisation bietet seit mehr als 40 Jahren Schüleraustausche an und hat mittlerweile schon über 3000 Austausche begleitet.

3) Wieviel kostet ein En Famille-Austausch ?

Die Gebühren für unsere Austausche unterscheiden sich je nach Land voneinander, s. Gebührenblatt (Link). Es gibt keine direkten Geldzuweisungen zwischen den beiden Austauschfamilien. Jede Familie bezahlt die Ausgaben für das Austauschkind, während es bei ihr lebt, wie für ihr eigenes Kind. Schule, Hobbies, Freizeit…, die Familien kümmern sich selber darum. Eine Ausnahme besteht diesbezüglich hinsichtlich den USA, wo eventuell eine Beihilfe der deutschen Familie im Falle von bestimmten Privatschulen erfragt wird (mit EFI abzusprechen).
Die an En Famille zu zahlenden Gebühren dienen der Organisation der Kennlernwochenenden in allen Ländern, der Durchführung der Einzelgespräche (für jede Familie), den Hausbesuchen durch die Stellvertreter vor Ort, der Betreuung der Austausche und der Bezahlung der Mitarbeitenden des Vereins. Der Betrag wird fällig, wenn das eigene Kind ins Ausland geht. Wenn Sie zuerst aufnehmen, werden Sie En Famille erst sechs Monate später bezahlen müssen. Weitere mögliche Ausgaben: Reiseticket je nach Land (Preis unterschiedlich), Krankenversicherung und weitere Versicherungen (je nach Land), Visumsgebühren (je nach Land).

4) Gibt es eine Bearbeitungsgebühr?

Ja, die Bearbeitungsgebühr beläuft sich auf 100 € (einige Wochen vor dem Kennlernwochenende fällig, wenn Sie Ihre Teilnahme bestätigt haben).

5) Was muss ich tun, damit mein Kind aufgenommen wird?

Nach Einholen von Informationen auf unserer Website (www.enfamille.com) und Beratschlagung mit Ihrer Familie sind Sie von der Austauschidee begeistert? Dann kontaktieren Sie Sabine Guhse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

6) Wann beginnen die Austausche?

Die Austausche beginnen im Allgemeinen entweder nach den Sommerferien (August/September) oder zum zweiten Schulhalbjahr (Februar/März). Zweimal im Jahr führen wir unsere Kennlernwochenenden durch, im Frühling und im Herbst. Die im Frühling stattfindenden Treffen bereiten auf einen Austausch nach dem Sommer vor und die im Herbst auf einen Austausch im Februar/März.

7) In welchem Alter hat ein Austausch am meisten Erfolg?

Nach über 40 Jahren Erfahrung wissen wir, dass das beste Alter für einen langfristigen Austausch das Alter von 9 bis 11 Jahren ist. Darüber hinaus bieten wir jedoch auch diese Austauschmöglichkeit für Jugendliche bis zu 16 Jahren an! Soweit die Jugendlichen fähig sind die Austauschregeln von En Famille zu befolgen, können diese Austausche ebenfalls ausgezeichnet verlaufen.

8) Ich möchte ein englischsprachiges Land für mein Kind – ist das in jedem Fall möglich?

En Famille bietet Austausche mit verschiedenen Ländern an. Wir möchten dieses Abenteuer solchen Kindern anbieten, die für diese Erfahrung motiviert sind, die offen sind, die auf das « Ausland » zugehen möchten, also auf etwas, was sie nicht kennen. Je offener Ihre Wahl ist, umso mehr Chancen werden Sie haben, einen Austauschpartner angeboten zu bekommen. Was für uns vorrangig zählt, sind Ihre Familie, Ihr Kind und eine passende Austauschfamilie für Sie – und nicht die Sprache, die Sie oder diese sprechen!

9) Was ist unter « völliges Eintauchen in die Fremdsprache » zu verstehen?

? Nach der ersten Woche im neuen Land bitten wir die Kinder darum, nicht mehr ihre Muttersprache zu sprechen. Sie sollen keine deutschen Bücher mitbringen und auch kein Handy. Sie, die Eltern, dürfen Ihr Kind einmal in der Woche für höchstens 30 Minuten anrufen. Die Kinder dürfen ab und zu ein paar Briefe erhalten. Wir halten die Kinder zudem an nicht über soziale Netzwerke in Kontakt mit ihren Freunden oder der Familie zu treten, sowie auch keine Messengernachrichten zu schreiben. Das klingt sehr schwierig, aber den Kindern, die diese Regeln befolgen, gelingt die Anpassung sehr gut! Dank dieser Methode erfolgt der Spracherwerb sehr schnell und erlaubt es dem Kind ein Teil der Familie und seiner Umgebung zu werden. Zwei Dinge sind für einen erfolgreichen Austausch von Bedeutung: Zum Einen die Kommunikations- und Empathiefähigkeit des Kindes und zum Anderen eine enge Beziehung zur neuen Familie und deren Umgebung.

10) Warum soll der Eltern-Kinder-Kontakt eingeschränkt werden?

Unsere Erfahrung zeigt uns, dass nach einem dreißigminütigen wöchentlichen Telefongespräch das Bewusstsein der Entfernung zur eigenen Familie plötzlich wieder geweckt wird. Dies kann Heimweh auslösen und traurig stimmen. Die Gastfamilie hat es in diesen Sehnsuchtsmomenten sehr schwer. Demgegenüber unterstützen wir jegliche Form von Kontakten unter den Eltern (nette Mails, Fotos…) soweit diese Kontakte positiv sind.

11) Ist En Famille mehr als ein Sprachprogramm?

Ja. En Famille hat seine Wertvorstellungen beibehalten. Seit dem ersten Austausch in 1978, und sogar selbst nach einer 40 jährigen Erfahrung, ist En Famille noch immer ein einfacher, französischer Verein. Die Austauschphilosophie gründet auf Offenheit, Teilen und Respekt. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Austausche den Kindern zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen, dass sie für menschliche Beziehungen starke Grundlagen schaffen, die ihnen in ihrem Erwachsenenleben später helfen werden. Auch wenn es stimmt, dass der Hauptgrund für einen Austausch in der Regel der Fremdspracherwerb ist, so bezeugen uns doch zahlreiche Familien nach dem Austausch ebenfalls den Aspekt der menschlichen Bereicherung, welcher der Austausch ihnen gebracht hat – als Kind, Eltern, und gesamte Familie.
Welch eine Überraschung zu entdecken, dass ein Austauschkind wie zum eigenen Kind geworden ist. Dies ist für Leute, die es nicht erlebt haben, schwer zu verstehen. Der Abschiedsschmerz, wenn das Austauschkind zu seinen eigenen Eltern zurückkehrt, ist groß, aber die Erfahrung, ein Kind in Ihre Familie aufzunehmen, bleibt.

12) Ist mein Kind in Sicherheit?

Wir bereiten Ihren Austausch mit sehr viel Sorgfalt vor, so wie wir es immer gemacht haben. Seit 1978 haben mehr als 3000 Kinder ihren Austausch erfolgreich abgeschlossen. Die Familien werden befragt, in ihrem täglichen Wohnumfeld besucht und einige weitere Gewährleistungen bestehen, um sichere Austausche anzubieten. Nichts ist uns wichtiger!

13) Was bedeutet Homeschooling?

Wie der Name andeutet und es seit der Coronapandemie auch im deutschsprachigen Raum bekannt ist, handelt es sich um « Unterricht zu Hause » ! Wir haben einige amerikanische, kanadische und/oder britische Familien, die diese Unterrichtsart praktizieren. Aber dies ist kein Unterricht in der Küchenecke zwischen Kühlschrank und Herd! Es sind Eltern, welche sich bewusst entschieden haben, den Unterricht ihrer Kinder selbst in die Hand zu nehmen. Einige unserer En Famille-Kinder haben diese Erfahrung machen können und sind begeistert wieder zurückgekehrt. Ja, auch dies gehört zum Austauscherlebnis hinzu: Ungewöhnliches zu tun. Die meisten Kinder im Homeschooling sind dem offiziellen Schulprogramm in ihrem Land voraus. Sie entwickeln sich nach ihrem eigenen Rhythmus und werden nicht von häufig anzutreffender Gruppenträgheit gebremst. Außerdem haben sie ein oder zwei Elternteile, die ihnen aktive Erlebnisse anbieten (z.B. ist es in Geographie eine tolle Möglichkeit erloschene Vulkane zu besichtigen). Die Homeschooling-Familien tuen sich auch oft unter sich zusammen, um ein spezielles Programm auszuarbeiten (z.B. Theaterkurse, zu denen sie extra einen Schauspieler einladen, der diese Kurse unterstützt).

14) Negative Reaktionen von Familie und Freunden?

Denken Sie daran, dass Sie eine Minderheit sein werden, die ihr Kind bei einem solchen Abenteuer begleitet. Sie werden sicherlich auf negative Bemerkungen in Ihrer Umgebung stoßen, die Ihnen Gewissensbisse einjagen Ihr Kind « ins Ausland zu schicken ». Bitten Sie uns um Kontakte von Familien, die schon an einem Austausch teilgenommen haben und die Ihnen bei der passenden Antwort behilflich sein können.

15) Verändern sich die Kinder und kehren anders nach Hause zurück?

Auf jeden Fall! Aber absolut positiv. Sie sind zumeist reifer und offener geworden.

16) Was ist eine « Stellvertreter vor Ort »- Familie?

Dies ist eine Familie, die von En Famille gebeten wurde, Sie zu Hause zu besuchen. Diese Familie hat schon einen oder mehrere Austausche mit Erfolg abgeschlossen. Das Ziel dieses Besuches ist es, Ihnen unsere Austauschphilosophie nahe zu bringen und Sie in Ihrer täglichen Umgebung kennen zu lernen. Sie werden die Gelegenheit haben, Ihre Fragen zu stellen, Ihre Ängste auszudrücken und hautnahe Berichte von einer erfahrenen Austauschfamilie zu erhalten. Wir empfehlen sehr mit Ihrem « Stellvertreter vor Ort » in Kontakt zu bleiben. Sie werden Ihnen bei Bedarf während Ihres eigenen Austausches wertvolle Tipps und Ratschläge geben können.